Gleich doppelten Grund zur Freude hatten die Red Dragons nach ihrer Auswärtspartie am Samstag beim EV Aich. Zum einem konnte man mit dem 7:4 (3:0, 2:4, 2:0) den vierten Sieg in Folge holen und befindet sich auf geradlinigem Kurs Richtung Vizetitel, zum anderen war man nach dem fast schon skandalösen Auftreten der Gastgeber heilfroh dass alle Regener Spieler ohne bleibende Blessuren wieder den Mannschaftsbus besteigen konnten.
Mit „Täglich grüßt das Murmeltier“ könnte man eigentlich jedes Mal die Duelle gegen den EV Aich kommentieren. So präsentierte sich auch vergangenen Samstag in der neu errichteten Eis-Arena in Moosburg eine Gastgebermannschaft die ihre Eis-Strategie mehr auf das Attackieren des Gegners als auf das Erzielen von Toren ausgerichtet hat. Dabei ist es ja eigentlich nur eine Handvoll von diesen Pseudo-Eishacklern, diese haben aber mittlerweile den Namen des ganzen Verein schon in Verruf gebracht indem sie ihre Aggressionen im Sport ausleben. Absichtlicher Stockschlag auf die Hand, Boxeinlage gegen einen bereits verletzt am Boden liegenden Tommy Istel, ein radikal zu Boden gefahrener Tobi Himmelstoß, ein Strafenverhältnis von 16:114 (!) – darunter drei Aicher Spielausschlüsse, zu guter letzt noch nach dem Spiel bedrängte Schiedsrichter und von ausgeschlossenen Spielern angepöbelte Zuschauer. Der sportliche Teil dieser Auseinandersetzung begann für die Regener nahezu optimal wie in der Begegnung gegen Bruckberg im gleichen Stadion wenige Wochen zuvor. Ein Doppelschlag nach dreizehn Minuten brachte nach ausgeglichenem Beginn die Dragons mit 2:0 in Front. Tommy Istel hatte dabei aus schier unmöglich spitzem Winkel eingeschossen und Benny Franz hatte nur Sekunden später gleich schon nachgelegt. Marcus Bauer im ERC-Tor hatte sich wieder einen Glanztag ausgesucht und machte sämtliche Chancen der Gastgeber zunichte, während im Gegenzug Stephan Schmidecker nach einem beherzten Antritt die Führung sogar noch ausbauen konnte (14.). Die Pausenansprache war dementsprechend dann auch vermehrt auf die Disziplin gerichtet. Jeglichen Disput aus dem Weg gehen, sich nicht in Reibereien verwickeln lassen und damit Strafen vermeiden – für die Umsetzung dieser Vorgabe muss den Dragons ein Sonderlob ausgestellt werden. Im zweiten Abschnitt kam man ohnehin gehörig ins Trudeln und musste viermal hinter sich greifen, drei Treffer davon fielen sogar in eigener Überzahl. Zu verantworten hatte dies hauptsächlich Aich-Stürmer Hillerbrand, dem es immer wieder gelang durch die ERC-Reihen zu marschieren – und in dessen Schlepptau wartete einschussbereit der schnelle Kanadier Hitchen. Tore von Kapitän Sascha Werner (36.) und Benny Franz (37.) der sich gleich gegen drei Gegner durchsetzen konnte, sicherten dem ERC eine knappe 5:4-Führung in die letzte Pause. Ohne die Rettungstaten von Marcus Bauer, der in diesem Abschnitt etliche katastrophale Fehler seiner Vorderleute ausbügeln musste, hätte dies aber wohl anders ausgesehen. In aufgeheizter Atmosphäre rettete zehn Minuten vor dem Ende sowohl die Latte (49.) als auch der Pfosten (51.) nach Schüssen von Jan Nemec die Gastgeber vor einer vorzeitigen Entscheidung. Diese war dann Kapitänssache: Sascha Werner vollstreckte einen Abpraller des heute arg malträtierten Tommy Istel zum 6:4 (52.). Die Punkte waren eingepackt, das Zuschnüren des Päckchens überlies man dann eine Minute vor dem Ende Benny Franz (nach Nemec-Pass) zum 7:4 Endstand.
Nächstes Wochenende werden die Dragons noch mal pausieren, bevor dann am 21. Februar das Saisonfinale in der Regener Franz-Zwiebel-Halle ansteht. Bereits ein Punkt würde dann gegen die 1b-Mannschaft aus Pfaffenhofen reichen um sich Platz zwei in der Abschlusstabelle zu sichern. Doch bereits im knappen Hinspiel haben die sechstplazierten Ice Hogs gezeigt das dies kein Selbstläufer wird.





Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen schmeißen.