ERC Red Dragons Regen

Eishockey-Bayerwaldderby lockt die Zuschauer

colibri 1. Dezember 2011 0
Eishockey-Bayerwaldderby lockt die Zuschauer

Am Sonntagabend wird die sogenannte „staade“ Adventszeit eine kurze Pause einlegen müssen – beim Bayerwaldderby zwischen den Regener Red Dragons und den Waldkirchner Crocodiles wird es heiß und vor allem sicherlich laut hergehen. Befürworter wie auch Zweifler am lang diskutierten Regener Aufstieg in die Landesliga sind sich in diesem Punkt einig: das „Waidlerduell“ wurde in den Zeiten der verschiedenen Klassenzugehörigkeit schon arg vermisst. Aber auch in dieser Spielzeit kann dieser zumeist emotionsgeladene Kräftevergleich nur stattfinden weil der amtierende Meister aus dem Unteren Wald auf seine sportlich erreichte Qualifikation zur höheren Bayernliga aus finanzriskanten Gründen verzichtet hat. Die Crocodiles belegen aktuell Platz fünf der Nord/Ost-Tabelle und gehören mit ihrem Kader qualitativ auch diesmal wieder zur „crem de la crem“ der Liga. Die auch überregional bekanntesten Namen hierbei sind wohl Jan Schinköthe, Milan Blaha, Markus Simbeck und Robert Suchomski. Im Gegensatz zu ihrer Meistersaison ist der Personalstamm aber zumindest zahlenmäßig etwas ausgedünnt. Diese dünne Spielderdecke hat den Mannen um den zurückgeholten Trainer Christian Zessack schon einige Punkte gekostet. Auch die Red Dragons haben sich mit der Verpflichtung des letztjährigen Topscorers Vladimir Gomow und des Torhüter Tobias Lienig aus dem Mannschaftstopf des Meisters bedient. Ein Jahr zuvor konnte man von diesem bereits Tom Kremhelmer und Ben Bugla wieder zurück an den Regen holen. Seit 1. Dezember sind die Pforten der Transferliste wieder geöffnet, ob Regens Sonntagskonkurrent hier personell nochmal nachlegt ist nicht bekannt. Das Kollektiv auf Seiten der Red Dragons hat zuletzt gegen Selb und in Dingolfing gut funktioniert. Auch bei jeweils klarer Führung hat jeder Spieler seine ihm zugewiesene Aufgabe erfüllt was für die defensiver eingeteilten Formationen umso schwieriger erscheint und deshalb auch besonderer Anerkennung bedarf. Inwiefern Umstellungen der einzelnen Reihen notwendig werden wird sich erst nach dem Spiel am Freitag in Freising zeigen, eventuell kann auch der bislang verletzte Benjamin Franz schon wieder mitmischen. Überraschend zeigen sich nach den bislang absolvierten Partien einige mannschaftsinterne „Verschiebungen“: eingeplante Torjäger werden zu Vorbereitern während die angedachten Assistenten jetzt vermehrt erfolgreich vollstrecken. Für die Berechenbarkeit des Regener Spiels ist dies sicher keine schlechte Entwicklung denn es genügt nicht mehr nur die vermeintlichen „Topnamen“ unter Dauerbewachung zu stellen. Derbys haben ihre eigenen Gesetze und so liebäugelt man schon damit dem favorisierten Meister eins auswischen zu können. Die Zuschauer wird jedenfalls wieder ein packendes Duell der beiden Erzrivalen erwarten – emotionsgeladen und spannend und hoffentlich, im Gegensatz zu manch vergangenem Derby, sportlich fair. Spielbeginn in der Regener Drachenhöhle ist am Sonntag wie gewohnt um 18 Uhr. Wie in jedem Punktespiel geht es dabei „nur“ um zwei Punkte – aber eben zwei besondere Punkte ;) .

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