Am Ende des Duells der Regener Red Dragons gegen den Tabellenführer aus Moosburg gab es Beifall für beide Mannschaften – die mitgereisten Anhänger aus Oberbayern feierten die erwarteten zwei Punkte und im Bayerwald freute man sich ebenfalls über sehr bissige Drachen. Dass Gästetrainer Beslagic dabei von einem der schlechtesten Spiele seines Teams sprach, kann man nahtlos als Kompliment für die Einsatzfreude der Waidlertruppe auffassen. Trotz des ungefährdeten und verdienten 5:10 (1:4, 1:3, 3:3) wurde es für den designierten Bayernligaaufsteiger gegen nimmermüde Drachen kein Schaulaufen im Regener Stadion.
Nur dreimal hatten die Hausherren am Stephanitag innerhalb der ersten Viertelstunde die Möglichkeit Gästetorwart Eggerdinger zu prüfen. Vladimir Gomow, Helmut Kößl und Jan Nemec wurden dabei am Abschluss gehindert – an der Anzeigentafel stand zu diesem Zeitpunkt aber bereits ein 0:4 zu lesen. Vermehrt die „dritte“ Formation der Regener Drachen hatten sich die Moosburger dabei zu Spielbeginn ausgesucht, um diese auf dem falschen Fuß zu erwischen. Wer von den etwa 400 Zuschauern nun aber den „üblichen“ Moosburger ICE- Zug befürchtete sah sich getäuscht. Mithilfe einer doppelten Überzahl gelang Jan Nemec (16.) der erste Regener Treffer, der nun zusätzlich motivierend wirkte. In der Rolle als absolut chancenloser Außenseiter spielt es sich natürlich auch nach einem klaren Rückstand leicht, da keinerlei Druck innerhalb wie außerhalb des Teams entsteht. Wiederum Nemec gelang mit einem Schlenzer an den Innenpfosten (24.) das Drachentor zum 2:5 im zweiten Spielabschnitt. Echte hochkarätige Torgelegenheiten waren auf Seiten des Tabellenelften bislang zugegebenermaßen rar gestreut, Ben Bugla nach Zuspiel von Ralf Reichenberger oder Markus Brunner nach Gomow-Pass ließen diese liegen. Vielmehr war es jedoch anzuerkennen wie man sich der spielerischen und läuferischen Überlegenheit der Gäste mit letztem Einsatz sprichwörtlich entgegenwarf. Dieser unablässige Biss rüttelte auch am Nervenkostüm des Tabellenführers, der sich trotz klarer 7:2 Führung zur zweiten Pause doch auch zwei Disziplinarstrafen einheimste. Nach dem verkorksten Kissingen-Spiel hatten die Drachen die Sympathien der Fans nun wieder erobert und so wurde jeder weitere Treffer, auch wenn diese natürlich nichts an der klaren Niederlage ändern konnten, frenetisch bejubelt. Fabian Hillmeier (46.) konnte sich nach einem Lauf um das gegnerische Gehäuse mit dem 3:7 belohnen. Wenngleich sich die insgeheime Hoffnung auf ein einstelliges Ergebnis dann zehn Minuten vor dem Ende erübrigte, konnte man nach zwei weiteren Toren von Jan Nemec und Roman Schreyer dann doch stolz darauf sein gegen diese hochkarätig besetzte Truppe mit fünf erzielten Treffern die zweitmeisten der bisherigen Landesligarunde erzielt zu haben. Nach dieser einkalkulierten Niederlage geht es nun wieder darum die gezeigte Leistung auch in zählbare Punkte umzusetzen. Mit einem Doppelheimspielwochenende am 6. und 8. Januar setzt sich der Spielplan aus Sicht der Waidler fort. Mit Vilshofen und Haßfurt erwartet man dabei den Fünft- und Drittplatzierten, sprich das Neue Jahr beginnt gleich wieder mit zwei gewaltigen Krachern in der Regener Drachenhöhle.
Statistik:
0:1 (2.) Gilg (Geigenscheder), 0:2 (6.) Kankovsky (Popp, Hanöffer), 0:3 (11.) Haschberger (Gilg), 0:4 (13.) Fleger (Gilg), 1:4 (16.) Nemec (Schreyer, Gomow), 1:5 (22.) Kankovsky (Popp, Hanöffer), 2:5 (24.) Nemec (Tkocz), 2:6 (24.) Kankovsky (Popp, Feistl), 2:7 (39.) Kankovsky (Feistl, Weinzierl), 3:7 (46.) Hillmeier, 3:8 (48.) Feistl (Beslagic, Kankovsky), 3:9 (49.) Oswald (Dlugos, Weinzierl), 3:10 (51.) Harrer (Fleger, Haschberger), 4:10 (52.) Nemec (Hillmeier, Schreyer), 5:10 (58.) Schreyer (Gomow, Nemec). Strafen: Regen 10, Moosburg 20 + 10(Holler) +10(Geigenscheder)









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