ERC Red Dragons Regen

Freising muss Regener Frust nach der Derbypleite in Waldkirchen ausbaden

colibri 13. Februar 2012 0
Freising muss Regener  Frust nach der Derbypleite in Waldkirchen ausbaden

Die gute Gelegenheit das Waldlerderby sogar auswärts für sich zu entscheiden wird sich in dieser Form sicher nicht oft einstellen: 14 Strafminuten kassierte der amtierende Meister aus dem Unteren Wald bei einer knappen 4:3 Führung allein im letzten Spielabschnitt und brachte den Dragons damit einen ständigen numerischen Vorteil. Die Konkurrenz traf nach der Partie mit der Bezeichnung „erbärmliches Regener Überzahlspiel“ den Nagel auf den Kopf. Dabei begann das Spiel für die Dragons verheißungsvoll als der Ex-Waldkirchener Vladimir Gomow nach nur einer Minute seine neuen Farben in Führung brachte. Nach der Spieldauerstrafe gegen Markus Weinzierl (hoher Stock mit Verletzungsfolge) zeigten die Routiniers der Crocodiles was wirkungsvolles Powerplay ausmacht. Milan Blaha (9.) und Robert Suchomski (10.) drehten das Ergebnis schnell zu ihren Gunsten. Dem Spaziergang von Jan Schinköthe übers gesamte Feld mit dem 3:1 Abschluss (23.) konnte Daniel Skrtel bereits im Gegenzug wieder den alten Abstand entgegensetzen. Dies änderte jedoch nichts an dem Geschehen in dem deutlich viel Sand im Regener Getriebe war. Auch Goalie Christian Hamberger zeigte nicht nur beim vierten Hausherrentreffer (27.) dass er alles andere als einen „Sahnetag“ erwischt hatte. Dominik Persch vollendete Fabians Hillmeier Vorarbeit noch vor der zweiten Pausensirene zum 4:3 Anschluss und nährte aufgrund der folgenden Waldkirchener Strafzeitenflut berechtigt die Hoffnungen der vielen mitgereisten Fans auf einen Erfolg beim Erzrivalen. Dieser lachte sich jedoch ins Fäustchen da Regen, minutenlang teilweise mit zwei Mann mehr auf dem Eis, nicht einmal über zwei, drei Torschüsse hinauskam. Milan Blaha (55., 56.) bestrafte dies mit dem entscheidenden Doppelschlag, der Waldkirchener 6:3-Sieg war aufgrund der eklatanten ERC-Überzahlschwäche vollauf vertretbar. Nach drei Niederlagen in Folge und der anstehenden wichtigen Heimpartie gegen die noch einholbaren Freisinger Schwarzbären war nun doch wieder Erfolgsdruck merkbar. Vor eigenem Publikum war man dann auch klar federführend wusste aber anfangs lange nicht die deutlichen Feldvorteile in Zählbares umzusetzen. Fabian Hillmeier, der sich gegen Saisonende immer besser in seine Goalgetterrolle einspielt, brachte mit einem Innenpfostenschuss die Halle zum ersten Mal zum Jubeln (9.). Der Ausgleich der Oberbayern (19.) kam völlig überraschend, konnte aber vier Sekunden vor der Drittelpause wiederum durch Hillmeiers Führung ausgemerzt werden. Die klaren Chancen häuften sich nun, Gästekeeper Bertet griff in diesen brenzligen Situationen mittels (unbestraftem) Torverschiebens mehrfach tief in die Trickkiste. Stephan Schmidecker und Daniel Skrtel scheiterten noch an der Außenstange bevor Roman Schreyer mit dem linken Arm seine Gegner in Schach hielt während er mit der rechten Stockhand den Bärentorhüter zum 3:1 (32.) umspielte. Die Oberbayern hatten außer einer Handvoll gefährlichen Kontern nicht viel Spielgelegenheit, jedoch saß einer dieser wenigen Gegenzüge (33.). Nochmal Roman Schreyer (38., abgefälschter Kößl-Schuss), Jan Nemec (47., nach Bully), Fabian Hillmeier zum dritten Mal (47., Rückhand ins Kreuzeck) und Florian Tkocz (52.) nach sehenswertem Doppelpass mit Daniel Skrtel brachten den verdienten 7:3 -Sieg nach Hause und versöhnten damit über die Prestigepleite vom Freitag hinweg. Mit den zwei Punkten am Wochenende gewinnt der ERC einen Rang und klettert auf den neunten Platz. Während sich in weiten Teilen des gesicherten Mittelfelds die Diskussionen dem Kampf um die „goldene Ananas“ widmen wollen sich die Waidler in ihrer ersten Landesligasaison bis zum Schlusspfiff noch bestmöglich verkaufen, sprich jede Möglichkeit auf eine weitere Positionsverbesserung nutzen. Am kommenden Freitag (20.00) beim Zweitplatzierten Höchstadt kann man dabei nicht unbedingt auf Zählbares hoffen, am Sonntag ab 18 Uhr in der heimischen Drachenhöhle mit dem Tabellennachbarn Amberg (10.) siehst da deutlich anders aus. Die Amberger „Löwen“ haben den Red Dragons zu Saisonbeginn den Landesligaeinstand vermasselt (3:5) und dies hat man im Regener Lager noch nicht vergessen…

Comments are closed.