14 Volltreffer bedeuteten mehr als nur die angedachte Revanche gegen die Amberg Lions. Mit 14:5 – gleichbedeutend dem höchsten Regener Heimsieg in der Landesliga – wurden die Oberpfälzer regelrecht „gefressen“. Bereits zwei Tage zuvor konnten die Drachen beim Tabellenzweiten Höchstadt trotz einer 5:8 Niederlage überzeugen.
Vor dem Auftritt beim unterfränkischen Aufstiegsaspiranten hielten sich die Erwartungen im Waldler-Lager in Grenzen, denn lediglich Tabellenführer Moosburg konnte bislang in Höchstadt etwas „reißen“. Aufgrund einer defekten Anzeigentafel gestaltete sich die Partie als „Blindflug“ für Akteure und Zuschauer die allein den Zeitdurchsagen des Stadionsprechers vertrauen mussten – was selbstverständlich auch in manch umstrittenen Situationen Anlass für Diskussionen war. Nach Roman Schreyers schneller Führung (4.) spielten die Drachen überraschend gut mit was sich aber nicht im Ergebnis abzeichnete: gegen Hälfte der Spielzeit hatten die Franken Regens Torhüter Christian Hamberger bereits fünf Eier ins Netz gelegt und die Partie schien vorentschieden. Ein etwas verunsicherter Frankengoalie machte mit einigen Fehlern die Drachen wieder „scharf“ und das Spiel wieder offen. Schreyer, Vladimir Gomow (beide 34.), Fabian Hillmeier (43.) und Jan Nemec (48.) sorgten mit ihren Treffern für einen knappen 5:6 Rückstand und Regen war in den folgenden Überzahlsituationen sogar dem Ausgleich sehr nah. Erst vier Minuten vor dem Ende sicherte die Höchstadter Paradereihe den hart umkämpften Zittersieg des Tabellenzweiten. Die überzeugende Drachenvorstellung konnte nahtlos in die Heimpartie gegen Amberg mitgenommen werden – nur dass der Gegner eben eine Nummer kleiner als zuvor die Franken war. Wie wichtig für den Erfolg neben der individuellen Klasse auch die optimale Reihenzusammensetzung ist, brachte Stürmer Stephan Schmidecker angesichts seiner Spielpartner auf den Punkt: „Mit diesen Jungs macht das Eishockey einfach nur noch Spaß“. Und dieser Spaß sah dann für Schmidecker auch gleich drei Tore an diesem Abend vor. Bereits nach dem ersten Drittel waren die Amberger Löwen sportlich gesehen zu Kätzchen mutiert: Schmidecker (7.), Jan Nemec (10., 13.), Hillmeier (14.), Sascha Werner (18.) und Daniel Skrtel (18.) sorgten für ein 6:2 und klare Verhältnisse. Ein kurzzeitig k.o. gegangener Unparteiischer und ein, nach seiner Einwechslung, anfangs noch gut postierter Oberpfälzer Backup zögerten das zweistellige Ergebnis noch etwas hinaus. Vladimir Gomow (45.) stocherte den Puck schließlich zum entsprechenden 10:4 Zwischenstand, nachdem zuvor Oliver Vöst (25., mit Bauerntrick), Gomow (29.) und Roman Schreyer (30.) vorgearbeitet hatten. Zweimal Schmidecker (54., 60.) und Jan Nemec (55., 58.) machten den höchsten ERC-Landesligasieg perfekt bei dem sich Gästetrainer Dippold noch eine Spieldauerstrafe einhandelte als er meinte sich in den Zweikampf zwischen Oli Vöst und seinem Kontrahenten tätlich einmischen zu müssen. Mit den zwei Punkten haben es die Dragons nun genau in die Mitte der Landesliga geschafft – Platz sieben von vierzehn Teams. Das sportliche Saisonziel ist mit dem glasklaren Verbleib in der Liga längst erreicht, nun will man sich als „i-Tüpferl“ noch mit zwei Siegen am kommenden letzten Doppelwochenende in die Sommerpause verabschieden. Brisant wird es dabei für beide Gegner der Drachen, sowohl Mitterteich (auswärts, Freitag 19.30 Uhr) wie auch Pegnitz (zuhause, Sonntag 18 Uhr) sind akut abstiegsgefährdet und brauchen unbedingt Punkte. Beide Teams können sich aber der Regener Loyalität sicher sein – die Drachen machen keinem Geschenke…









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